clearpixel

deutsch

english

Interner Mitgliederbereich

|

Formulare

|

Das Team

|

Kontakt

|

Impressum

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

neuneuneu

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

Ausführliche Informationen für Züchter

Sie möchten immer alles ganz genau wissen?
Dann sind diese ausführlichen Antworten auf unsere F.A.Q. genau das richtige für Sie!

F.A.Q. (Häufig gestellte Fragen):

Fragen zu HCM allgemein:

Was ist HCM - Hypertrophe Kardiomyopathie?
Ist HCM erblich?
Gibt es auch nicht erbliche HCM?
Studien/Statistiken zur Auftretenswahrscheinlichkeit von HCM bei ausgewählten Rassen

Fragen zu Zuchtuntersuchungen auf HCM

Warum soll ich Zuchtuntersuchungen auf HCM durchführen lassen?
Mit welchem Alter lässt man am besten (erstmals) schallen?
Sind Wiederholungen des HCM-Schalls notwendig?
Wie oft und bis in welches Alter wiederholt man die Schalls?
Warum sieht die IG eine Schallpflicht bei allen Katzenrassen vor?
Warum sind die HCM-Schalls bis zum Alter von 6 Jahren vorgeschrieben?
Warum schreibt die IG keine HCM-Schalls für ehemalige Zuchttiere (Kastraten) vor?
Mein Kater hat meine Katze gedeckt obwohl er/sie noch nicht geschallt war. Was tun?

Fragen zum HCM-Schall

Wo lasse ich meine Zuchtkatze am besten schallen?
Warum akzeptiert die IG HGK nur zertifizierte Kardiologen?
Was benötige ich für den HCM-Schall?
Wo erhalte ich das HCM-Schall-Untersuchungsformular?
Was bedeuten die Kürzel auf dem HCM-Schall-Untersuchungsformular?
Was muss ich bezüglich HCM-Schall-Untersuchungsformular und der Untersuchung beachten?

Fragen zur Veröffentlichung von HCM-Schallergebnissen

Warum ist es wichtig, die Schallergebnisse zu veröffentlichen?
Wie ist die Haltung des Gesetzgebers zur Veröffentlichung von Schallergebnissen?
Wo und wie kann ich das Schallergebnis veröffentlichen lassen?

Fragen zu HCM-Gentests

Was haben Gene mit HCM zu tun?
Was und wieviel bringt der HCM-Gentest?
Macht es noch Sinn, den Gentest machen zu lassen?

Fragen zum Umgang mit HCM in der Zucht

Wie kann ich den Stammbaum meiner Katze am besten auf HCM-Fälle kontrollieren?
Wie erfahre ich, ob eine Katze, die ich verkauft habe, an HCM erkrankt oder verstorben ist?
Was soll ich tun, wenn in der Linie meiner Zuchtkatze HCM aufgetreten ist?
Der Herzultraschall meiner eigenen Zuchtkatze war auffällig - was muss ich veranlassen?
Der Herzultraschall eines meiner ehemaligen Kitten war auffällig - was muss ich veranlassen?

Fragen zur Mitgliedschaft in der IG

Muss ich sofort alle Katzen schallen lassen?
Ich habe keinen eigenen Kater, was wenn ich keinen geschallten Kater zum Fremddecken finde?
Gibt die IG vor, ob nur Kitten aus HCM geschallten Linien gekauft werden dürfen?
Welche Vorteile bringt mir als Züchter die Mitgliedschaft in der IG?
Wie unterstützt die IG ihre Mitglieder?
Was regelt die IG und was nicht?
Ich möchte Mitglied der IG werden!

Prävention von HCM

Wie kann sekundäre HCM vermieden werden?
Kann ich durch Ernährung sekundäre HCM vermeiden?
Expertenmeinung zur Ernährung
Bewährte Tipps zur Ernährungsumstellung

Sonstige Fragen

Ich habe eine Frage, die nicht von den F.A.Q. abgedeckt ist

Erblichkeit der HCM

Wie erwähnt, gehört die Hypertrophe Kardiomyopathie zu den primären Formen der Kardiomyopathie, da ihre Ursache im Herzmuskel selbst und dort in einem genetischen Defekt liegt, der autosomal dominant mit variabler Penetranz vererbt wird.
clearpixel
Die Erblichkeit der hypertrophen Kardiomyopathie ist beim Menschen bereits seit längerem bekannt. Hier sind bereits über 450 verschiedene Genmutationen an 10 unterschiedlichen Genorten bekannt, die in unterschiedlicher Stärke und daraus resultierender Überlebensprognose zum klinischen Bild einer HCM führen.

Die Vererbung der HCM - der Versuch eines Erklärungsmodells

Um HCM zu verstehen und um ein effektives HCM-Gesundheitsprogramm in der Zucht aufzustellen und durchzuführen, müssen wir als Züchter versuchen zu verstehen, wie es vererbt wird.
Nur mit diesem Wissen wird es uns möglich sein, unsere Zuchtentscheidungen so zu treffen, dass eine gesunde Balance zwischen erbgesunden Zuchttieren und der notwendigen genetischen Vielfalt durch eine ausreichend große Anzahl von Zuchttieren jeder einzelnen Rasse in jeder Generation gehalten wird.
clearpixel
Wenn der Genpool durch eine zu große Selektion - sei es aufgrund von Typvorstellungen, Farbpräferenzen oder auch etwas so sinnvollem wie der Gesundheitsvorsorge - zu stark verkleinert wird, kann man Probleme bekommen dadurch, dass wertvolle genetische Vielfalt vorschnell aufgegeben wurde.
Um solchen möglichen Problemen zu begegnen, müssen wir als Züchter die Vererbung von HCM verstehen.
clearpixel
Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft wird HCM autosomal dominant vererbt mit variabler Penetranz.
clearpixel
Hierbei ist anzunehmen, dass deutlich mehr als die bisher bekannten Genmutationen (zwei für Maine Coon und eine für Ragdoll) für die Ausprägung einer HCM verantwortlich sind.
clearpixel
Als Katzenzüchter sind für uns die Regeln der Farbvererbung grundlegende Basis unserer Zuchtentscheidungen und sollten somit allen geläufig sein.
clearpixel
Als Analogie aus der Farbvererbung kann man die Vererbung von Silber/Smoke als ein Erklärungsmodell für die Vererbung von HCM heranziehen.
Denn auch Silber/Smoke wird, wie HCM, autosomal dominant vererbt.
clearpixel
Dies bedeutet: Ein Tier kann immer nur Silber/Smoke sein oder nicht, es kann nicht Träger von Silber/Smoke sein, wie man dies von rezessiven Erbgängen wie z. B. aus der Farbvererbung bei Verdünnung kennt.
Das Genom der Katze, wie aller Säugetiere besteht aus zwei miteinander verwundenen Gensträngen, von denen der eine vom Vater und der andere von der Mutter vererbt wurde.
Um auf das Beispiel der Silber/Smoke Vererbung zurückzukommen, aufgrund des dominanten Erbgangs reicht es aus, dass ein Allel der Katze, vererbt vom Vater oder der Mutter, das Merkmal zur Ausbildung des Silber/Smoke Effekts trägt, was wir in der Farbgenetik mit "I" abkürzen.
Ein Silber/Smoke Farbtier (Genotyp II oder Ii) wird bei einer Verpaarung mit einem nicht-Silber/Smoke Tier (Genotyp ii) nur heterozygoten Silber-Nachwuchs (II x ii = Ii) bzw. heterozygoten Silber-Nachwuchs und homozygoten nicht-Silber-Nachwuchs produzieren (Ii x ii = Ii, ii).
clearpixel
Rein statistisch beträgt die Wahrscheinlichkeit für Silbertiere in der ersten Generation (II x ii) 50 %, verpaart man alle Tiere der ersten Generation (F1) mit nicht-silber (Ii x ii) so beträgt die Wahrscheinlichkeit für Silbertiere nur noch 25 %.
Verpaart man alle Tiere dieser F2 Generation mit nicht-silber (25 % Ii x ii, 75 % ii x ii), so sinkt die Wahrscheinlichkeit für Silbertiere in der dritten Generation - rein statistisch - auf 50 % aus 25 % = 12,5 %. Und so weiter.
clearpixel
Wenn nicht erneut Silbertiere hineingekreuzt werden, sondern nur mit nicht-silber verpaart wird, sinkt die Wahrscheinlichkeit für Silber mit jeder weiteren Generation, selbst wenn keine Zuchtselektion betrieben wird.
Wählt der Züchter aber, weil er z. B. kein Silber züchten möchte, aber dieses eine Silbertier aufgrund anderer Vorzüge in seine Linien integrieren wollte, ganz gezielt nur den nichtsilbernen Nachwuchs für die Weiterzucht aus, so kann bereits die erste Generation (falls der Stammvater heterozygot Ii ist) oder spätestens die Enkelgeneration (falls der Stammvater homozygot II ist) nur noch aus nichtsilber Zuchttieren bestehen.
clearpixel
In genau der gleichen Weise funktioniert dies mit der Vererbung von HCM, nur mit dem bedeutenden Unterschied, dass man den Tieren ihren Genotyp nicht äußerlich ansehen kann.
clearpixel
Ersetzen wir nun in unserem Beispiel das Silbertier durch ein HCM positives Tier (Genotyp HCM/HCM oder HCM/n) und die nicht-silber Zuchttiere durch nachweislich HCM normal geschallte Tiere (mit mutmaßlichem Gencode n/n), so erhalten wir exakt den gleichen Effekt, dass immer weniger Tiere mit HCM geboren werden, dass diese Tiere durch eine Zuchtuntersuchung als HCM-positiv oder HCM-normal identifiziert werden und dadurch eine gezielte Selektion auf HCM-normal geschehen kann und diese Linie nach wenigen Generationen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als HCM-normal betrachtet werden kann, obwohl es einen HCM-positiven Ahnen gegeben hat.
Diese Überlegungen erklären auch sehr einleuchtend die besonderen Hinweise für Zuchtkatzen mit HCM-positiver naher Verwandtschaft, und weshalb hier explizit nur Eltern, Halb- und Vollgeschwister sowie deren Nachwuchs aufgeführt sind, aber nicht die Großeltern oder Urgroßeltern.

So weit die Theorie, die der Silber-Vererbung genau wie die der HCM-Vererbung

In der Praxis sieht es nämlich leider so aus, dass sowohl Silber-Züchter als auch alle Züchter, die das HCM Gesundheitsprogramm unterstützen, damit zu kämpfen haben, dass es sich in beiden Fällen nicht um eine reine autosomal dominante Vererbung handelt, sondern, wie bereits eingangs erwähnt, um eine autosomal dominante Vererbung mit variabler Penetranz.
clearpixel
Was bedeutet dies?
Die Ausprägung des sichtbaren Merkmals (Silber/Smoke bzw. HCM in messbarer Form) ist meist nicht ausschließlich von einer einzelnen Mutation abhängig, wie dies der klassische Fall in einer autosomal dominanten Vererbung ist.
Vielmehr wird die Sichtbarkeit durch sogenannte „Modifier-Gene“ und „Umgebungsfaktoren“ mitbedingt.
clearpixel
Dies bedeutet, dass das klinische Bild einer HCM bspw. trotz nachgewiesenem Gendefekt wie er für die Rassen Maine Coon und Ragdoll angeboten wird, völlig fehlen kann und sich im HCM-Schall eine völlig unauffällige Katze präsentiert.
clearpixel
Um wieder auf das Beispiel Silber/Smoke zurückzukommen, auch hier gibt es Katzen, die selbst ein so “schlechtes Silber” haben, dass sie auf keiner Ausstellung von den besten Richtern jemals als Silber anerkannt würden (phänotypisch nicht-silber), aber bei der Verpaarung mit einer nicht-silber Katze fallen plötzlich perfekte Silbertabbys und Smokes, eine angebliche “genetische Unmöglichkeit”, die oft den Verdacht aufkommen lässt, irgendein Silberkater habe da seine Pfötchen mit im Spiel gehabt.
clearpixel
Genau wie sich diese Erkenntnis zur variablen Penetranz der Silbervererbung in Züchterkreisen erst langsam durchsetzt, ist auch die variable Penetranz der HCM-Vererbung erst einem relativ kleinen Kreis von Züchtern bekannt. Wir möchten dies durch unsere Informationen ändern.
clearpixel
Die variable Penetranz der Vererbung durch Modifier-Gene und Umgebungsfaktoren führt dazu, dass es leider unmöglich ist, von “HCM-freien Linien” zu sprechen.
Selbst wenn wir bis zu den Urgroßeltern durchgängig HCM-normale Schallergebnisse vorlegen können, ist es möglich, dass sich unter diesen phänotypisch gesunden Tieren einzelne genotypisch kranke verbergen, die ihre Genmutation an ihre Nachkommen vererben, bei denen dann plötzlich, aufgrund anderer Modifier-Gene und Umgebungsfaktoren dann leider eine HCM ausgeprägt wird.
clearpixel
Wir sprechen daher immer nur von “HCM-normal geschallten Linien”. Dies schließt ein, dass es eine 100 %ige Sicherheit auf HCM-freie Tiere leider niemals geben kann.

Eine weitere Einschränkung der autosomal dominanten Vererbung betrifft Spontanmutationen

Im Gegensatz zu den meisten Farbgenen, bei denen die Forschung den exakten, einzelnen, dafür verantwortlichen Genort identiziert hat (wie z. B. die Modifikation des Extension locus E zu e, welche zur Ausprägung der Farbe amber bei Norwegischen Waldkatzen führt), sind für HCM bei Katzen bekannterweise mindestens drei unterschiedliche Genmutationen auf verschiedenen Genorten verantwortlich.
Dies führt dazu, dass es zwei unterschiedliche Gentests gibt, die für Maine Coon entwickelt wurden und einen weiteren Gentest der für Ragdoll angewandt wird.
Selbst bei diesen Rassen gibt es aber nachgewiesenermaßen Katzen, welche laut Gentest n/n also genotypisch gesund auf den untersuchten Genorten sind, aber dennoch eine klinische HCM entwickelt haben.
Dies bedeutet, dass es auch in den Rassen, für die es Gentests gibt, weitere Genmutationen geben muss, und bei anderen Rassen entsprechend noch mehr.
Beim Menschen sind beispielsweise über 200 Gendefekte bekannt, die sich auf insgesamt zehn Genen befinden, welche Proteine des kardialen Sarkomers (kleinste Einheit der Herzmuskeln) kodieren.
Dies bedeutet, dass es hier sehr viele Variablen gibt, die Einfluss nehmen können und leider kann jeden Tag eine neue Mutation hinzukommen.
clearpixel
Selbst wenn wir, wie weiter oben geschrieben, eine HCM-normal geschallte Linie bis zu den Urgroßeltern haben und selbst wenn es möglich wäre, durch Gentests oder andere Verfahren absolut sicher zu stellen, dass diese Tiere allesamt nicht nur phänotypisch, sondern auch genotypisch gesund wären, würde uns dies dennoch nicht davor bewahren können, nicht durch eine Spontanmutation plötzlich in der fünften Generation dann doch ein HCM-krankes Tier zu erhalten.
clearpixel
Dies ist für uns Züchter eine überaus frustrierende Situation.
Manche Züchter reagieren auf diese Frustration damit, dass sie eine Notwendigkeit auf ein HCM-Gesundheitsprogramm in Abrede stellen, ganz nach dem Motto “wenn man sowieso nie 100 % Sicherheit erlangen kann, wozu dann der Aufwand?”
clearpixel
Wir als Mitglieder der IG Herzgesunde Katze e.V. und alle anderen Katzenzüchter, welche ihre Katzen vor Zuchteinsatz bei zertifizierten Kardiologen untersuchen lassen, haben jedoch eine andere Sicht auf die Thematik erlangt.
clearpixel
Wir sagen uns, selbst 20, 30, 40 oder 50 % Sicherheit sind ungleich mehr, als die NULL % Sicherheit, welche nicht zu schallen bringt.
In der IG haben wir uns zusammengefunden, auch weil die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter einem einzelnen normalen HCM-Schall bei einem einzelnen Tier ein genotypisch krankes verbirgt, viel höher ist, als wenn wir eine durchgängige Generationenreihe von HCM-normal geschallten Tieren zusammenfügen können.
Da ein einzelner Züchter immer nur seine einzelnen Tiere untersuchen lassen kann, wollen wir als Gemeinschaft hier Linienforschung vereinfachen bzw. teilweise überhaupt erst ermöglichen.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Sekundäre HCM

Man muss Herzverdickungen in zwei Gruppen einteilen. Die eigentliche HCM ist erblich (Primäre HCM). Das bedeutet, der Defekt liegt im Herzmuskel und wird von einem Elterntier vererbt. Zum anderen gibt es die so genannte sekundäre HCM – oder erworbene HCM. Es gibt einige Krankheiten die das Herz durch Druck oder hormonelle Stimulation so sehr belasten, dass ein ähnlicher Effekt wie bei der erblich bedingten HCM entstehen kann. Dies können z. B. Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Verengungen der Aorta, Diabetes oder auch Chronisches Nierenversagen sein. Aus diesem Grund sollten bei jeder Katze, die ultrasonographisch als hypertroph diagnostiziert wird, folgende Untersuchungen zur Abklärung sekundärer Ursachen eingeleitet werden.

© 2012 Gabi Bauernfeind, http://www.theelthalcoons.com/
clearpixel
Frau Dr. med. vet. Suchfort (Praxis für Tierkardiologie und Ultraschalldiagnostik in München) schreibt, dass sekundäre Herzmuskelerkrankungen auch die Folge von Entzündungen sein können. Ebenso können auch Infektionen mit den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes eine Endo-Myokarditis auslösen. Sie schreibt, auch Bakterien, Pilze sowie Parasiten können den Herzmuskel schädigen.
clearpixel
Was auch zu bedenken ist, auch Taurinmangel kann eine Kardiomyopathie auslösen! Es ist zwar dann eine DCM, die aber im Endstadium aussieht wie eine HCM und wird deshalb sehr schnell auch als solche diagnostiziert. Es heißt, dass es heutzutage keine DCM aufgrund von Taurinmangel mehr gibt, da Taurin zugefüttert wird. Aber wie ich bei meinen Recherchen diesbezüglich nachgelesen habe, kann es sehr wohl noch einen Taurinmangel geben. In ihrer Doktorarbeit schreibt Annett Skorka, Tierärztin in Berlin: „Bei der Katze haben Forschungen über den mikrobiellen Abbau von Taurin durch Darmbakterien ergeben, dass Escherichia coli und Salmonella tallahassee in der Lage sind, Taurin oder auch Taurocholsäure als alleinige Quelle für Stickstoff zu nutzen (KEARNS und SUNVOLD, 1996)“ !!! D. h. Katzen, deren E.Coli Wert über längere Zeit erhöht ist, können durchaus einen Taurinmangel haben und eine DCM entwickeln.

© 2012 Renate Gebel, http://www.wild-tulip.de/
clearpixel
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Studien/Statistiken zur Auftretenswahrscheinlichkeit von HCM bei ausgewählten Rassen

Studien sind wissenschaftlich angelegte Untersuchungen zu einem bestimmten Thema über einen festgelegten Zeitraum. Die Teilnehmerzahl von Studien, aber auch die Daten von online-Datenbanken unterliegen zum einen der Freiwilligkeit, aber auch einer gewissen Zufälligkeit.
Bitte beachten Sie beim lesen und interpretieren der Studien und Statistiken, dass die Katzenzahl je Rasse oft gering ist. Die Ergebnisse spiegeln somit nicht unbedingt das tatsächliche Bild einer Rasse wider.
clearpixel
Hauskatzen Studie
Hauskatzen/Maine Coon/Ragdoll Studie
Britisch Kurzhaar Katzen Studie
Maine Coon Studie I
Maine Coon Studie II
Sphynx Katzen Studie I
Sphynx Katzen Studie II
Zuchtkatzen verschiedener Rassen Studie

Statistische Datenbankauswertungen wie auch unsere Auswertung der HCM-Befunde, die von 1998 bis 2012 in der Datenbank pawpeds.com veröffentlicht wurden, unterliegen noch mehr als Studien den oben genannten, verzerrenden Effekten

Britisch Kurzhaar Datenbankauswertung
Maine Coon Datenbankauswertung
Norwegische Waldkatzen Datenbankauswertung I
Norwegische Waldkatzen Datenbankauswertung II
Sibirische Katzen Datenbankauswertung
Sphynx Katzen Datenbankauswertung

Studie zu Hauskatzen

JAVMA
Paige et al: Auftreten von Kardiomyopathie in äußerlich gesunden Katzen

http://www.idexx.co.uk/pdf/en_au/smallanimal/reference-laboratories/
javma200906-prevalence-cardiomyopathy-cats.pdf
clearpixel
Ergebnis:

  • Kardiomyopathie wurde bei 15.5% der untersuchten, asymptomatischen Katzen diagnostiziert, obwohl bei dieser Studie ein veralteter Cut-Off-Wert von 6 mm verwendet wurde, während im pawpeds HCM Gesundheitpsprogramm ein Grenzwert von 5,5 mm für HCM und 5,0 mm für equivoal Befunde festgelegt wurde.

Hauskatzen/Maine Coon/Ragdoll Studie

Myosin-Binding Protein C DNA Variants in Domestic Cats (A31P, A74T, R820W) and their Association with Hypertrophic Cardiomyopathy.
Longeri M, Ferrari P, Knafelz P, Mezzelani A, Marabotti A, Milanesi L, Pertica G, Polli M, Brambilla PG, Kittleson M, Lyons LA, Porciello F.
Dip. Scienze Veterinarie e Sanità Pubblica, University of Milan, Milan, Italy.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23323744
clearpixel
Ergebnis:

  • Hauskatzen (37 untersuchte Katzen) 15,4% von HCM betroffen
  • Maine Coon (232 untersuchte Katzen) 10,1% von HCM betroffen
  • Ragdolls (37 untersuchte Katzen) 2,9% von HCM betroffen

Studie zu Britisch Kurzhaar Katzen

Aktuelle (09/2011) dänische Studie zur Auftrittswahrscheinlichkeit von HCM bei Britisch Kurzhaar Katzen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21736622
clearpixel
329 Britisch Kurzhaar Katzen (214 weibliche und 115 männliche) mit einem mittleren Alter von 2.3 Jahren (von 0.8 bis 14.1 Jahre) wurden für die Studie über 4 Jahre hinweg untersucht.
clearpixel
Daten:

  • 4.3% (14 Katzen) wurden als equivocal eingestuft,
  • 8.5% (28 Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft, bei
  • 2.1% (5 Katzen) wurde eine andere Herzkrankheit diagnostiziert und
  • 85.7% (282 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft.

Das Altersmittel für die HCM-Diagnose lag bei 2.7 Jahren (zwischen 0.9 und 14.1).
Katzer hatten eine signifikant höhere Auftretenswahrscheinlichkeit von HCM (20.4%)
verglichen mit den weiblichen Katzen (2.1%).
clearpixel
Ergebnis:
Die BRI in der untersuchten Gruppe hatten eine hohe Auftretenswahrscheinlichkeit von HCM. Die HCM trat häufig in recht frühem Alter auf und betraf erheblich häufiger männliche Tiere.
Die Studie empfiehlt stark, Ultraschalluntersuchungen bei dieser Rasse vorzunehmen, insbesondere bei Zuchtkatzen.

Studie I zu Maine Coon Katzen

Bagarmossen Animal Hospital, Albano Animal Hospital, Department of Physiology, Faculty of Veterinary Medicine, Swedish University of Agricultural Science
Gundler et al: Auftreten von HCM bei einer Gruppe symptomfreier MCO

http://www.actavetscand.com/content/50/1/22

  • Abhängig von den benutzten Referenzwerten variierte die Prävalenz von HCM
    in dieser Studie von 9,5% bis 26,2%.

Studie II zu Maine Coon Katzen

Universität Kopenhagen
Godiksen: HCM bei jungen MCO, verursacht durch die p.A31P cMyBP-C Mutation

http://www.actavetscand.com/content/53/1/7

  • Die Prävalenz feliner HCM lag in der Kohorte bei 6.3%.

Studie I zu Sphynx Katzen

Französische Studie zu Sphynx (Universität Toulouse)
http://oatao.univ-toulouse.fr/5088/1/auriol_5088.pdf
clearpixel
106 Sphynx wurden untersucht und davon waren

  • 24% HCM-positiv oder equivocal.
  • 76% HCM-normal

Leider wurde in dieser Studie keine Unterscheidung zwischen der Anzahl HCM-positiver und equivocal Katzen gemacht.

Studie II zu Sphynx Katzen

Französische Studie zu Sphynx (Universität Paris-Est)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23131204
clearpixel
114 Sphynx wurden untersucht und davon waren

  • 26,2% (23/114) HCM-positiv.
  • 18,2% (16/114) mit angeborenen Herzfehlern (v. a. Mitralklappendefekt)
  • 65,8% (75/114) HCM-normal

Schweizer Studie zu HCM bei Zuchtkatzen verschiedener Rassen

Echokardiografische Vorsorgeuntersuchungen bei Zuchtkatzen: Ein Überblick von 2002 bis 2005
[10.06.2007]
http://www.vetline.de/facharchiv/kleintiere/journal-club/echokardiografische-vorsorgeuntersuchungen-bei-zuchtkatzen-ein-ueberblick-von-2002-bis-2005.htm
In einer retrospektiven Studie wurden die Daten von 144 gesunden Katzen, die im Zeitraum von Januar 2002 bis Oktober 2005 einer echokardiografischen Vorsorgeuntersuchung in der Clinic for Small Animal Internal Medicine, University of Bern und Cabinet Veterinare Amberger-Philip in Geneva unterzogen wurden, verglichen.
clearpixel
Bei den vorgestellten Rassen handelte es sich um

  • Maine Coon (n = 107),
  • Sphinx (n = 20),
  • British blue (n = 3),
  • Bengal (n = 2) und
  • Norwegische Waldkatze (n = 12).

63,3 % der untersuchten Katzen waren weiblich, 36,4 % männlich.

  • 6.9% der Katzen wurde als verdächtig für HCM befunden (HCM-equivocal) , bei
  • 8.3% der untersuchten Katzen das Vorliegen einer hypertrophen Kardiomyopathie (HCM-positiv) diagnostiziert und in
  • 4.2% konnten angeborene Herzmissbildungen nachgewiesen werden.
    Hierbei handelte es sich in drei Fällen um eine Trikuspidaldysplasie und
    in je einen Fall um eine Mitralklappendysplasie,
    einen Pulmonalen Shunt und
    einen Ventrikelseptumdefekt.
    Kater waren häufiger betroffen als Katzen (5,67 % vs. 3,3 %).
  • 80.6% der Katzen (dieser Wert ergibt sich rechnerisch, wenn man die o.g. von 100% abzieht) waren ergo HCM-normal eingestuft.

Männliche Tiere waren häufiger betroffen als weibliche (9,4 % vs. 7,7 %).

    “Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist die meist diagnostizierte Herzerkrankung der Katze. ...
    Bei Maine Coon, Amerikanisch Kurzhaar und vermutlich auch bei anderen Rassen sowie unseren Hauskatzen wird HCM autosomal dominant vererbt. ...
    HCM tritt bei männlichen Katzen im Alter von etwa zwei Jahren, bei weiblichen erst mit etwa drei Jahren in Erscheinung. In manchen Fällen zeigen sich die ersten Veränderungen sogar erst mit sechs bis sieben Jahren.
    Maine Coon Katzen scheinen eine schwerwiegende Form der HCM zu entwickeln, Amerikanisch Kurzhaar eher eine gutartige Form und bei den Ragdoll kann sowohl eine maligne wie benigne Form der HCM vorkommen.
    In dieser Studie waren neben Maine Coon Katzen auch ein hoher Anteil der Sphinx betroffen (30%), was mit Angaben in der Literatur übereinstimmt.”

Statistik Britisch Kurzhaar Katzen - Basis pawpeds-Veröffentlichungen 04/05-2012

Unser Mitglied Katharina Prevodnik http://www.otukamamoan.ch/ hat aus den Veröffentlichungen der Monate April und Mai 2012 der Datenbank Pawpeds für Britisch Kurzhaar Katzen folgende Daten entnehmen können:
clearpixel
Gesamtzahl der HCM-geschallten Katzen im o.g. Zeitraum: 159 Tiere
clearpixel
Daten:

  • 3,1% (5 Katzen) wurden als equivocal eingestuft
  • 3,8% (6 Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft, davon
    • 3,1% (5 Katzen) als HCM-mild,
    • 0,6% (1 Katze) als HCM-servere
  • 93,1% (148 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

Statistik Maine Coon Katzen - Basis pawpeds-Veröffentlichungen 04/05-2012

Unser Mitglied Katharina Prevodnik http://www.otukamamoan.ch/ hat aus den Veröffentlichungen der Monate April und Mai 2012 der Datenbank Pawpeds für Maine Coon Katzen folgende Daten entnehmen können:
clearpixel
Gesamtzahl der HCM-geschallten Katzen im o.g. Zeitraum: 210 Tiere
clearpixel
Daten:

  • 2,4% (5 Katzen) wurden als equivocal eingestuft
  • 1,9% (4 Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft
  • 93,1% (148 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

Statistische Auswertung zu Norwegischen Waldkatzen - Teil I Winterfyre Database

Auf Grundlage der HCM Testresultate auf der öffentlichen Winterfyre Datenbank für Norwegische Waldkatzen, Stand Mai 2012

Zusammengestellt und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Roberto Ciociosan
clearpixel
In der Winterfyre Datenbank wurden bis einschließlich Mai 2012 die Testresultate von über 1130 Katzen, eingesandt und im Internet veröffentlicht.
clearpixel
Darunter waren:

  • 2.3% (26 Katzen) wurden equivocal (zweideutig) eingestuft
  • 4.5% (53 Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft, darunter
    25 Katzen mit einer milden HCM = 2,2%
    22 Katzen positiv oder moderate HCM = 1,9%
    5 tote Katzen Obduktion = 0,4%, und
  • 93,2% (über 1050 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

Wenn man Katzen mit einem equivocal Schallbefund jedoch nicht als einen positiven Befund wertet, ergiebt sich ein Verhältnis von 4,5% HCM-erkrankter Katzen zu 95,5%.

Statistische Auswertung zu Norwegischen Waldkatzen - Teil II Pawpeds Database

Auf Grundlage der HCM Testresultate auf der öffentlichen pawpeds Datenbank für Norwegische Waldkatzen, Stand Mai 2012
Zusammengestellt und freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Henna Raudaskoski
clearpixel
In der pawpeds Datenbank wurden bis einschließlich Mai 2012 3520 Testresultate eingesandt und im Internet veröffentlicht.
Von diesen wurde jeweils nur das neueste Schallergebnis jeder einzelnen Katze betrachtet.
clearpixel
Die Testreslutate betrafen 2863 unterschiedliche Katzen:

  • 2.6% (73 Katzen) wurden equivocal (zweideutig) eingestuft
  • 2.7% (76 Katzen) wurden als HCM-positiv (mild, severe etc) eingestuft
  • 0.7% (20 Katzen) hatten eine andere Diagnose
  • zusätzlich gab es 6 Katzen mit der Einstufung “keine Bewertung” bzw. “keine Diagnose”
  • 93,9% (2688 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

Weiterhin untersuchte Henna Raudaskoski, in welchem Alter der Katzen der erste auffällige Befund auftrat Hierzu entfernte sie erneut mehrfache Befunde und ließ nur den ersten Befund der etwas abnormales zeigte in der Berechnung.

  • 3,03 Jahre durchschnittliches Alter für einen equivocal Erstbefund
  • 2,81 Jahre durchschnittliches Alter für equivocal Erstbefund
    (ohne die 5 Jüngsten und Ältesten)
  • 1 Jahr: häufigstes Alter eines equivocal Erstschalls
  • 2 Jahre: Median eines equivocal Erstschalls (dies bedeutet, dass 50% der equivocal Katzen im Alter von 2 Jahren oder weniger diagnostiziert wurden)

Die Liste mit den HCM Diagnosen beinhaltet nur Katzen, die DIREKT (entweder bei ihrem ersten Schall oder unmittelbar nach einem vorangegangen normalen Befund) einen HCM-Befund hatten, ohne zuvor einen equivocal Schallbefund gezeigt zu haben.

  • 3,58 Jahre durchschnittliches Alter für den ersten HCM-positiven Befund
  • 3,34 Jahre durchschnittliches Alter für ersten HCM-Befund (ohne die 5 jüngsten und ältesten)
  • 3 Jahre: häufigstes Alter eines unmittelbaren ersten HCM-Befunds
  • 3 Jahre: Median eines unmittelbaren ersten HCM-Befunds (dies bedeutet, dass 50% der equivocal Katzen im Alter von 3 Jahren oder weniger diagnostiziert wurden)

Die überwiegende Mehrheit der Katzen mit equivocal oder HCM-Befund wurde mit 1-4 Jahren erkannt.
Es gab keine Katzen mit einem equivocal Erstbefund mit 10+ Jahren und nur 1 Katze die ihren ersten HCM -positiven Befund im Alter von 10+ Jahren hatte.
clearpixel
Zur Geschlechterverteilung:

Zusammengenommen befanden sich 1975 weibliche und 1068 männliche Tiere mit HCM-Screening in der Datenbank.
clearpixel
Die auffälligen Befunde für die weiblichen Tiere:

  • 3,14% mit einem anderen als einem "normalen" Befund
  • 1,22% mit einer HCM-positiven Diagnose

Die auffälligen Befunde für die männlichen Tiere:

  • 8,15% mit einem anderen als einem "normalen" Befund
  • 4,87% mit einer HCM-positiven Diagnose

Offensichtlich besteht die geschlechtliche Ungleichverteilung auch bei Norwegischen Waldkatzen

Statistik Sibirische Katzen - Basis pawpeds-Veröffentlichungen 04/05-2012

Unser Mitglied Katharina Prevodnik http://www.otukamamoan.ch/ hat aus den Veröffentlichungen der Monate April und Mai 2012 der Datenbank Pawpeds für Sibirische Katzen folgende Daten entnehmen können:
clearpixel
Gesamtzahl der HCM-geschallten Katzen im o.g. Zeitraum: 110 Tiere
clearpixel
Daten:

  • N,N% (N Katzen) wurden als equivocal eingestuft
  • N,N% (N Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft
  • N,N% (N Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

Statistik Sphynx Katzen - Basis pawpeds-Veröffentlichungen 04/05-2012

Unser Mitglied Katharina Prevodnik http://www.otukamamoan.ch/ hat aus den Veröffentlichungen der Monate April und Mai 2012 der Datenbank Pawpeds für Sphynx Katzen folgende Daten entnehmen können:
clearpixel
Gesamtzahl der HCM-geschallten Katzen im o.g. Zeitraum: 56 Tiere
clearpixel
Daten:

  • 5,3% (3 Katzen) wurden als equivocal eingestuft
  • 12,5% (7 Katzen) wurden als HCM-positiv eingestuft, davon
    • 3,6% (2 Katzen) als HCM-mild,
    • 1,8% (1 Katze) als HCM-moderate,
    • 1,8% (1 Katze) als HCM
  • 82,1% (46 Katzen) wurden als HCM-normal eingestuft

nach oben

Erfordernis des HCM-Schalls in der Zucht

Durch die regelmäßige Kontrolle von Zuchtkatzen auf HCM mittels HCM-Schall und HCM-Gentests, soweit rassespezifisch erhältlich, wird die Herzgesundheit der Tiere sichergestellt, die als Basis für eine gesunde Katzenzucht gesehen werden sollte. Beachten Sie hierzu bitte auch das Gutachten zur Auslegung von § 11(b) TSchG.
Auszug aus dem Gesetzestext § 11(b) TSchG:

    “Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten [...], wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht [...] erblich bedingt [...] Organe für den artgemäßen Gebrauch [...] untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.”

Auszug aus dem Gutachten zur Auslegung von § 11(b) TSchG:

    “Defektgene und genetisch bedingte Anomalien sind in der Züchtung (Selektion) so zu berücksichtigen, dass möglichst keine Nachkommen (Merkmalsträger) entstehen, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden behaftet sind.
    Mutationen als Ursache von Genveränderungen, so auch Defektgenen, lassen sich grundsätzlich nicht verhindern, deshalb muss auch in Heimtierpopulationen stets mit einer mehr oder weniger großen Anzahl von Defektgenträgern gerechnet werden.
    Die Züchtung muss aber darauf ausgerichtet sein, die Frequenz von Defektgenen in Populationen möglichst niedrig zu halten.
    Um dieser Situation in der Heimtierzucht gerecht zu werden, muss die Zucht mit Tieren, die Träger wichtiger bekannter Defektgene sind, verhindert werden. Eine solche Zucht kann zu mit Leiden verbundenem fetalem Tod, Totgeburten oder zu Nachkommen führen, die in ihrer Lebensfähigkeit eingeschränkt sind oder infolge körperlicher bzw. funktioneller Mängel Schmerzen, Leiden oder Schäden erdulden (Zuchtausschluss von Merkmalsträgern und, soweit möglich, von bekannten Anlageträgern).
    Derartige Maßnahmen müssen zum Bestandteil von Zuchtbemühungen und vor allem von Zuchtprogrammen gemacht werden.
    Abweichungen von der Norm können durch genetische Ursachen, Umweltfaktoren oder durch eine Kombination aus beiden bedingt sein. Erbfehler oder Erbkrankheiten sind vor allem solche Defekte, denen ein monogener oder digener Erbgang oder eine Chromosomenanomalie zugrunde liegt oder bei denen eine begründete Annahme für einen solchen Erbgang vorliegt.
    Erbfehler, Erbkrankheiten und genetisch bedingte Funktionsstörungen sowie Leistungsmerkmale müssen auch unter Tierschutzaspekten bewertet werden. Ist die genetische Ursache eines Defektes geklärt, können Zuchtmaßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen werden.
    Der Nachweis einer genetischen Abhängigkeit wird oft erschwert durch die relative Seltenheit der Defekte, unvollständige Penetranz, Umweltfaktoren mit ähnlicher Wirkung sowie durch Befürchtungen des Züchters vor Diskriminierung seiner Zucht.
    Eine vollständige wahrheitsgetreue Erfassung und Dokumentation aller auftretenden Defekte und Erbkrankheiten ist Voraussetzung für die Erkennung von Ursachen, für den Aussagewert genetischer Untersuchungen sowie für die zu ergreifenden Maßnahmen. Derzeit ist ein zuverlässiges Erfassungssystem noch nicht überall vorhanden.
    Merkmalsträger und, soweit möglich, auch Anlagenträger sollten vom Züchter, der Zuchtorganisation, insbesondere vom Zuchtwart, erfasst und dokumentiert werden. Da verschiedene Organisationen an der Erhebung der Daten beteiligt sind, ist eine Abstimmung zwischen ihnen erforderlich. Die Zusammenführung aller Daten über die einzelnen Zuchttiere und die Population ist für eine züchterische Auswertung notwendig.
    Eine wesentliche Voraussetzung für diese Zusammenführung ist die Verwendung einer einheitlichen Kennzeichnung für Zuchtstätten und Tiere.
    Zur Verminderung der Fehlerquoten bei der Erfassung und damit zur Erhöhung der Aussagesicherheit ist außerdem eine klare Definition der Merkmale wichtig. Tiere, die defekte Nachkommen haben, müssen in der Regel als Anlagenträger gelten. Auch sie müssen registriert und von der Zucht fern gehalten werden. Unter Umständen sind diese Tiere für die Durchführung von Untersuchungsprogrammen notwendig.
    Für eine Reihe von Merkmalen bzw. Merkmalskomplexen sind noch weitere Untersuchungen erforderlich, bei denen eine weitestgehende Zusammenarbeit zwischen Züchtern, Züchterorganisationen, Tierärzten und Genetikern notwendig ist.
    Ohne das ausschließende Ergebnis einer Erbanalyse auf wichtige Defektgene ist jedes Zuchttier als möglicher Anlagenträger anzusehen. Die Diskriminierung eines Zuchtbestandes wegen eines aufgetretenen Erbfehlers ist sachlich nicht gerechtfertigt.”

zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Schall-Alter

Aus rechtlichen (siehe näheres zu § 11(b) TSchG) und ethischen Gründen sollte der erste Herzultraschall vor erstem Zuchteinsatz erfolgen.
Neben Frühzeichen sich entwickelnder HCM können erfahrene, zertifizierte Kardiologen beim Herzultraschall auch andere, zuchtausschließende Herzerkrankungen diagnostizieren.
clearpixel
Etwas zu der These, HCM-Schall sei erst ab 2-3 Jahren oder gar 4-6 Jahren aussagekräftig.
Ein Schall von Jungtieren (und was sind “Jungtiere” in diesem Zusammenhang? Unter ein Jahr, unter zwei Jahre...?) kann keine 100% Sicherheit geben - ein jeder HCM-Schall kann niemals 100% Sicherheit geben, das dürfen wir nicht vergessen.
Darüber sind sich sicher alle einig.
clearpixel
Allerdings gibt es einerseits belegte Beispiele (ich kenne eine solche Katze und deren Besitzerin persönlich) die im Alter von 1 1/2 Jahren bereits ein auffälliges Ergebnis im Schallbefund zeigte. In diesem ur-alten Thema in einem Katzenforum werden weitere Beispiele von HCM-positiven Tieren im jungen Alter (und teilweise völlig symptomfrei) genannt.
clearpixel
Andererseits können geschulte Kardiologen durchaus schon die leisesten Ansätze, einer sich entwickelnden HCM bereits bei sehr jungen (einjährigen) Katzen aufspüren, sie werden sie dann zumindest "equivocal" einstufen und mit solchen Katzen soll (vorerst) nicht gezüchtet werden, so lange bis ein eindeutiges Ergebnis vorliegt. Allerdings gibt es auch Züchter, die eine solche "equivocal" geschallte Katze lieber umgehend kastrieren lassen, auch um dem Tier den Stress durch die Potenz zu ersparen.
clearpixel
Die (theoretische) Lösung des Problems wäre, ausschließlich mit Katzen im Alter von 6 Jahren und älter zu züchten, die dann nur einen einzigen aktuellen HCM-Schall normal aufweisen müssten.
Aber dem stehen die sexualbiologischen Eigenschaften der Katze diametral entgegen. Es ist z. B. schlicht unmöglich, eine Kätzin bis zum Alter von sechs Jahren nicht einzudecken, ohne Dauerrolligkeit, Gebärmuttervereiterung und Mammatumore in Kauf nehmen zu müssen.
clearpixel
Ein HCM-Schall junger, nicht ausgewachsener Katzen bringt sicherlich keine 100% Gewissheit (wie im übrigen keine einzige Untersuchungsmethode, weder HCM-Schall noch -Gentest jemals 100% Sicherheit bieten könnte).
Aber ein Züchter, der seine Zuchtkatzen mit ca. 1 Jahr vor dem ersten Einsatz schallen lässt, und im Rahmen des HCM-Gesundheitsprogrammes die (wiederholten) Schallergebnisse der Eltern- und Großelterngeneration im Alter 3-4 Jahren vorlegen kann, braucht sich hingegen keine Vorwürfe zu machen, falls er doch einen HCM-Fall unter der Nachzucht haben sollte, denn er hat das menschenmögliche getan, ist seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen.
clearpixel
Eines aber ist sicher - nicht vor dem ersten Deckeinsatz zu schallen gibt 0% Sicherheit vor HCM.

Dr. Kresken aber auch der Kardiologen unseres Vertrauens Dr. Michael Deinert Wiesloch, empfehlen aus juristischen Gründen den Erstschall vor dem Zuchteinsatz mit individuell abgestimmten Wiederholungsintervallen.
Insbesondere bei sehr jung erstmals geschallten und zur Zucht verwendeten Tieren sollte man zur Verifizierung des Befundes den Herzultraschall vor dem nächsten, darauf folgenden Zuchteinsatz wiederholen lassen, um eine größere Gewissheit über den HCM-Befund zu erlangen.

    Der richtige Zeitpunkt für den Erstschall ist somit:
    so früh wie nötig
    - nämlich vor dem ersten Eindecken -
    und so spät wie möglich, da die Aussagekraft mit zunehmendem Alter zunimmt.

Hierbei sollte auch das erste Eindecken so lange wie von der individuellen Biologie der Kätzin her möglich, hinaus gezögert werden.
Sobald Sie wissen, wann Sie eine Kätzin erstmals eindecken lassen möchten, wann ein Kater zum ersten Mal decken darf, sollten Sie ca. 2-3 Monate vorher den Schall machen lassen, vorzugsweise nicht früher.
Es gibt auch den Fall der frühreifen Katzen, die bereits im Alter von knapp unter einem Jahr in immer kürzer werdenden Abständen rollig werde, in solch einem Fall kann man nicht länger zuwarten mit dem Eindecken, aber man darf auch nicht länger zuwarten mit dem ersten Schall. Allerdings würden wir in diesem Fall empfehlen, den Wiederholungsschall unbedingt vor der nächsten Trächtigkeit durchzuführen, auch wenn noch nicht die für IG-Mitglieder allgemein verbindlichen zwei Jahre seit dem ersten Schall vorüber sind.
clearpixel
Ein Schall vor dem ersten Zuchteinsatz ist aber auch immens wichtig, um abzuklären dass die Katze organisch völlig gesund ist.
Ganz abgesehen von HCM gibt es ja auch noch andere Herzerkrankungen, und nur organisch völlig gesunden Tieren sollte man den Stress von Paarung, Trächtigkeit und Geburt zumuten!
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Wiederholungen des HCM-Schalls

Einzelne HCM-Schalluntersuchungen sind immer nur eine Momentaufnahme, weshalb man Zuchttiere wiederholt schallen lassen soll.
Der Schall ist immer nur ein Momentaufnahme und im Zwischenraum von zwei Schallterminen kann sich einiges ändern. Durch regelmäßige Kontrolle gewinnen Sie als Züchter eine gewisse Sicherheit und können auf das Krankheitsbild reagieren und Tiere aus der Zucht nehmen und auch bei Erkrankung von Vorfahren die Besitzer Ihrer Babys informieren.
clearpixel
Ausreichend aussagekräftig ist ein HCM-Schall auch erst bei einer vollständig ausgewachsenen Katze. Das Herz der Katzen ist mit 3-4, bei spätentwickelnden Rassen teilweise erst mit 4-6 Jahren ausgewachsen. Dies zeigt sich auch im durchschnittlichen Alter, in dem HCM bei Katzen diagnostiziert wird.
Manche HCM-Formen entwickeln sich aufgrund der Modifier-Gene und Umgebungsfaktoren jedoch auch erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben der Katze.
clearpixel
Aus Rücksicht auf die Sexualbiologie der Katze können Zuchtkatzen aber nicht erst in diesem Alter zur Zucht eingesetzt werden. Der HCM-Schall vor erstem Zuchteinsatz ist unerlässlich, sei es um erste Anzeichen schwerwiegender HCM-Fälle zu erkennen oder andere kardiologische Probleme welche zu einem Zuchtausschluss führen, kann aber nur begrenzt Sicherheit geben, weshalb weitere Schalluntersuchungen in mindestestens 2-Jahres-Rhythmus zur genaueren Diagnose notwendig sind.
clearpixel
Weshalb es wichtig ist, den HCM-Schall mehrfach und regelmäßig wiederholen zu lassen, zeigt das Beispiel dieser real existierenden Maine Coon Katze, deren Schallbefunde wir der öffentlich zugänglichen Datenbank von pawpeds.com entnommen haben:

    Die Katze wurde erstmals geschallt im Alter von 1.0.11 [Jahre.Monate.Tage] mit dem Resultat "normal".
    Danach wurde die Katze ein zweites Mal geschallt im Alter von 2.2.28 erneut mit dem Resultat normal.
    Beim dritten Herzultraschall im Alter von 2.7.24 zeigte der Befund dagegen das Ergebnis equivocal.
    Der dritte und vierte Schall im Alter von 3.10.6 sowie 4.10.14 ergab jedoch einen HCM moderate Befund.
    Die Befunde der wiederholten Schalluntersuchungen geben dem auf Transparenz bedachten Züchter die Möglichkeit, zu reagieren.
    Während ein Züchter nach einem einmaligen HCM Schall mit dieser Katze im Alter von bis zu 2.2 Jahren fälschlicherweise davon ausgehen würde, mit einer HCM normalen Katze zu züchten, wird dieser Züchter die Katze bereits nach dem Vorliegen des "equivocal" Befundes mit 2.7 Jahren zunächst vorübergehend und dann nach Vorliegen des ersten HCM moderat Befundes mit 3.10 Jahren vollständig aus der Zucht entfernen.
    Wenn man davon ausgeht, dass eine Zuchtkatze jedes Jahr einen Wurf haben darf und bis zum Alter von 8 Jahren eingesetzt werden kann, so können in diesem Fall durch die Wiederholung des Schalls und die Reaktion darauf immerhin 6 Würfe verhindert werden unter denen sich sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit HCM-kranke Katzen befunden hätten.
    Selbst wenn die Katze in ihren ersten beiden Lebensjahren, so lange sie noch einen normalen Befund aufzeigte, jeweils einen Wurf gehabt hätte, so könnten doch immerhin die Besitzer dieser Kätzchen sofort mit dem Vorliegen des "equivocal" Befundes informiert und zu einer Früherkennungsuntersuchung veranlasst werden.
    Umso früher, möglichst in einem symptomlosen Stadium Ansätze zu einer sich bildenden HCM erkannt werden, desto besser sind die Möglichkeiten, der Katze durch gezielte Behandlung eine lange und lebenswerte Zeit zu ermöglichen.

zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Häufigkeit und Alter bei Schallwiederholungen

In Absprache mit dem behandelnden Kardiologen sollte je nach Befund, Alter, Häufigkeit und Intensität des Zuchteinsatzes der HCM-Schall in individuellen Abständen wiederholt werden, mindestens jedoch alle zwei Jahre und bei potenten Tieren mindestens bis zum Erreichen des 6. Lebensjahres.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Schallpflicht bei allen Katzenrassen

Warum sieht die IG eine Schallpflicht vor bei allen Katzenrassen und nicht nur bei denjenigen, welche für eine Anfälligkeit für HCM bekannt sind?

  1. Die IG sieht eine Pflicht zur echokardiografischen Zuchtuntersuchung bei Zuchtkatzen vor, um ererbte wie erworbene Herzerkrankungen auszuschließen, welche einerseits das Leben der Zuchtkatze selbst beim Deckakt, während der Trächtigkeit, unter der Geburt oder bei der Aufzucht der Jungen gefährden würden und andererseits, um die Weitergabe von erblichen Anlagen zu Herzerkrankungen an die Nachzucht zu vermeiden.
    clearpixel
    Es gibt neben HCM noch etliche weitere Herzerkrankungen, die nur durch eine echokardiografische Untersuchung diagnostiziert werden können, wie z. B. folgende angeborene Herz-Erkrankungen:
    • Löcher im Herzen (VSD)
    • Dysplasien der Atrioventrikularklappen (AV-Klappen)
    • Stenosen der Hauptschlagader
    • Persistierender Ductus arteriosus (PDA)
    • Mehrere Vorkammern (CTS, CTD)
    • Komplexe Missbildungen (FT)
    clearpixel
    Des weiteren gibt es etliche erworbene Herzerkrankungen:
    1. HCM Hypertrophe Kardiomyopathie und „burn-out“ KM
    2. RCM Restriktive Kardiomyopathie
    3. DCM Dilatative Kardiomyopathie
    4. UCM Unklassifizierte Kardiomyopathie
    5. ARVC Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie
    6. UCM unclassifizierte Kardiomyopathie
    7. SCM spezifische Kardiomyopathie
    8. 2° CMP sekundäre Kardiomyopathie
    9. EFE endomyokardiale oder endokardiale Fibroelastose
    clearpixel
    Die Verwendung des Begriffs "HCM-Schall" für die echokardiografische Zuchtuntersuchung hat sich sowohl unter Liebhabern als auch Züchtern und Veterinären etabliert, da HCM seit der Entdeckung, dass RCM bei Katzen in den meisten Fällen durch Taurinmangel in der Nahrung hervorgerufen wird und daher seit 1985 dem kommerziellen Katzenfutter ausreichende Mengen Taurin zugesetzt werden, und in der Folge die RCM-Fälle dramatisch zurückgingen, die häufigste Herzerkrankung bei Katzen ist.
    clearpixel
    Nichts desto trotz dient der "HCM-Schall" NICHT nur der Diagnose von HCM, sondern auch all der oben genannten Herzerkrankungen.
    clearpixel
    Einige der oben aufgeführten Herzerkrankungen gefährden zudem nicht nur das Leben der potentiellen Zuchtkatze bei den Anstengungen im Zuchteinsatz, sondern sind auch erblich, so dass bei der Zucht mit betroffenen Katzen die Krankheit an die Nachfahren weitergegeben würde, ein Vorhang, der extrem im Widerpsruch zu den Anforderungen des § 11 b TSchG (Qualzucht) steht.
    Bei Katzen wird neben HCM insbesondere für gewisse Formen der RCM sowie bei EFE (bei Siamesen und Burmesen) eine Erblichkeit der Erkrankung angenommen.
  2. Angesichts der aktuellen Lage in der Katzenzucht, bei der es nur stichprobenartige Untersuchungen asymptomatischer Zuchtkatzen gibt, die, aufgrund der unterschiedlichen Sensibilisierung der Züchter je nach Rasse mehr oder weniger häufig, bezogen auf die Gesamtzahl der Zuchtkatzen durchgeführt werden, kann es derzeit noch keine verlässlichen Daten zur Verteilung von erblichen Herzerkrankungen bei Katzen verschiedener Rassen geben.
    clearpixel
    Bei den unterschiedlichen Rassen ergibt sich eine höchst ungleiche Verteilung der Zuchtstätten, Zucht- und Liebhabertiere. Von 45 ausgewerteten Rassekatzenvereinen, welche Daten zu ihren züchtenden Mitgliedern im Internet offenlegen, ergab sich eine Zahl von 486 Maine Coon Züchtern im Vergleich zu nur 137 Siam- bzw. Thai-Züchtern (die Daten der weiteren 22 Zuchtverbände lagen nicht vor).
    clearpixel
    Selbst wenn nun von diesen ca. 500 Maine Coon Züchtern in Deutschland nur etwa 1/3 ihre asymptomatischen Zuchtkatzen schallen lassen, finden sich - sowohl in absoluten Zahlen als auch im relativen Verhältnis zur Gesamtzahl der Katzen - unter der schieren Masse an untersuchten Tieren naturgemäß mehr Fälle von Herzerkrankungen (wie u.a. HCM) als wenn von rund 140 Siam-Catterys nur eine einzige ihre Katzen schallen lässt.
    clearpixel
    Zudem hat sich mittlerweile aufgrund der vielfältigen Berichterstattung über HCM-Fälle und -Zuchtuntersuchungen auch eine zunehmende Sensibilisierung bei den Maine-Coon-Liebhabern entwickelt, die einerseits ihre Maine Coon Katzen häufig bereits bei den leisesten Anzeichen einer Herzerkrankung dem Herzspezialisten vorstellen, bzw. die im Falle des Todes eine pathologische Untersuchung vornehmen lassen. Dadurch werden nochmals erheblich mehr Fälle von HCM entdeckt, als bei anderen Rassen, welche nicht diesen besonderen Ruf haben, und wo vorzeitige Todesfälle unter den Katzen als Zufall oder Schicksal hingenommen werden, das Tier im Garten beerdigt wird und kein Pathologe post mortem HCm diagnostiziert.
    clearpixel
    In gewissem Maße kann man den Ruf der Maine Coon Katze als besonders von HCM betroffen vor diesem Hintergrund als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung betrachten.
    clearpixel
    Andererseits lässt die Sensibilität von Züchtern und Liebhabern anderer, in der Literatur zu HCM als besonders betroffen genannte Rassen wie beispielsweise Perser, Ragdoll, Rex, Amerikanisch und Britisch Kurzhaar (Quelle http://www.tierkardiologie.lmu.de/pta/hypertrophe-kardiomyopathie.html) leider sehr zu wünschen übrig.
    Es gibt so in Deutschland nur sehr vereinzelt Perser-Züchter, welche schallen lassen (in den NL scheint diese Praxis hingegen gang und gäbe zu sein, wie ein Blick in die Datenbank HCMfoundation zeigt) - während sich der HCM-Schall bei NFO, welche gar nicht auf dieser Auflistung auftauchen, mittlerweile so stark zu etablieren beginnt, dass auch dieser Rasse aufgrund der Tatsache, dass man nur dort, wo gesucht wird, auch Fälle in nennenswertem Umfang findet, mittlerweile in Liebhaber,reisen auch schon eine Tendenz zur HCM-Anfälligkeit nachgesagt wird.
    clearpixel
    Leider ist es so, dass nur dort, wo asymptomatische Tiere routinemäßig geschallt werden, und die Schallbefunde ungeachtet des Ergebnisses veröffentlicht werden, aussagekräftige Fallzahlen gesammelt werden können, die überhaupt erst eine Vergleichbarkeit der Rassen untereinander ermöglichen werden.
    clearpixel
    Die Mitglieder der IG möchten mit ihren Katzen und mit ihrem Einsatz dazu beitragen, eine solche Datenbasis über möglichst viele Rassen hinweg zu schaffen, um in der Zukunft dann verlässliche Aussagen über die Verteilung von HCM aber auch anderen erblichen und eventuell erblichen Herzerkrankungen treffen zu können.

zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Warum zieht die IG eine Altersgrenze von 6 Jahren, bis zu der aktive Zuchttiere regelmäßigen HCM-Wiederholungsschalls unterzogen werden müssen?

Die IG leitet diese Richtlinie von den Empfehlungen von pawpeds ab, und an diesen Empfehlungen haben führende Kardiologen mitgearbeitet.
Jedem einzelnen Mitglied ist es aber freigestellt, seine aktiven aber auch ehemaligen Zuchtkatzen auch in höherem Alter noch HCM-schallen zu lassen und insbesondere bei Tieren mit großer Relevanz in der Zucht durch zahlreiche Nachfahren in den Zuchten empfiehlt die IG dies ausdrücklich.
Einerseits ist es schwierig genug, genügend Mitstreiter für ein HCM-Gesundheitsprogramm zu finden, so dass die IG nur die absoluten Basiswerte allgemein verbindlich festschreibt.
clearpixel
Andererseits steigt jenseits von 6 Jahren leider die Wahrscheinlichkeit für sekundäre HCM an, einfach weil ein höheres Lebensalter eine höhere Wahrscheinlichkeit ergibt, an unerkannten Krankheiten gelitten zu haben, welche Auswirkungen auf das Herzen hatten. Eine Ausschlussdiagnose zu sekundärer HCM ist aufwändig und in manchen Fällen (z. B. nicht mehr akute Myokarditis) nicht möglich. Solche fälschlicherweise als primäre HCM diagnostizierte Schallbefunde könnten dann die Aussagekraft des Gesundeitsprogramms verwässern.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Warum schreibt die IG keine regelmäßigen HCM-Wiederholungsschalls für ehemalige Zuchttiere (Kastraten) vor?

Die IG leitet diese Richtlinie von den Empfehlungen von pawpeds ab, und an diesen Empfehlungen haben führende Kardiologen mitgearbeitet.
Es ist schwierig genug, genügend Mitstreiter für ein HCM-Gesundheitsprogramm zu finden, so dass die IG nur die absoluten Basiswerte allgemein verbindlich festschreibt. Da nicht alle Kastraten immer im Cattery bleiben kann der Züchter nicht mehr schallen. Vielen Liebhabern ist die evtl. Notwendigkeit nicht klar und sie sind auch nicht immer bereit das Geld dafür einzusetzen.
Jedem einzelnen Mitglied ist es aber freigestellt, seine ehemaligen Zuchtkatzen auch weiterhin und auch gerne in höherem Alter noch HCM-schallen zu lassen und insbesondere bei Tieren mit großer Relevanz in der Zucht durch zahlreiche Nachfahren in den Zuchten empfiehlt die IG diese Praxis ausdrücklich.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Was bei einem "ups"-Wurf, einer "Pillenpanne" tun?

Wir alle wissen es kann immer was passieren, was wenn eine Katze rollt, die noch nicht geschallt wurde und der Kater schneller war? Wie geht der Verein da dann vor?
clearpixel
Dafür kann und soll es kein Standardverfahren geben.
Jede Situation ist unterschiedlich und sollte in Abstimmung mit dem behandelnden zertifizierten Kardiologen und dem Vorstand individuell beurteilt werden.
Wird die Trächtigkeit frühzeitig bemerkt, wird man wohl eher dazu tendieren, den Schall so bald als möglich zu machen.
Insbesondere dann, wenn es sich um eine Katze handelt, die nahe Verwandtschaft hat (siehe Richtlinien zur Qualitätssicherung) mit HCM oder auch equivocal Befund.
Denn in diesem Fall muss man leider verstärkt befürchten dass die Katze selbst eine so stark ausgeprägte HCM haben könnte, dass eine Trächtigkeit und Entbindung ihr Leben gefährdet würde - mit allen traurigen Konsequenzen.
Grundsätzlich ist aber ein Schall auch während fortgeschrittener Trächtigkeit möglich und sollte auch bevorzugt werden, der Kardiologe vermerkt dann die Trächtigkeit auf dem Untersuchungsformular.
Bei sensiblen Tieren und/oder großer Entfernung zum zert. Kardiologen wird man in Absprache mit dem behandelnden TA eventuell eine andere Strategie auswählen müssen.
clearpixel
Sind die Elterntiere und evtl. auch die Großelterntiere der betroffenen Katze bereits HCM-normal geschallt, wird man die Situation auch anders bewerten, wie wenn es sich um eine Linie mit unbekanntem HCM-Status handelt.
clearpixel
Als problematisch kann sich bei trächtigen oder säugenden Kätzinnen erweisen, dass die verstärkte Belastung des Herzens zu einem falsch positiven Befund führt. Infolgedessen sollte ein positiver Schallbefund unter diesen Bedingungen alsbald nach dem Absetzen der Jungtiere wiederholt werden. Auf dem Formular notiert der Kardiologe auch trächtig bzw. säugend, falls zutreffend, um diesen Umstand besser bewerten zu können in der Dokumentation.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Wo schallen

Ein standardisiertes, objektiviertes und somit vergleichbares Untersuchungsergebnis ist nur möglich, wenn gezielt hierfür geschulte Spezialisten aufgrund intensiver Ausbildung und fortwährender Weiterbildung die Untersuchung nach festgelegtem Prozedere durchführen.
clearpixel
Deshalb erkennen wir nur Schallergebnisse zertifizierer Kardiologen an.
clearpixel
Der VDH führt ja bereits seit 1999 in verschiedenen Rassen kardiologische Zuchtuntersuchungen durch und hat dadurch eine große Erfahrung, über die wir nicht verfügen.
clearpixel
In der Durchführungsbestimmung zur Zuchtordnung schreibt der VDH:

    "Durchführungsbestimmungen zur Zucht-Ordnung
    V. Bekämpfung erblich bedingter Herzerkrankungen
    3. Der vom Hundehalter in Anspruch genommene Tierarzt sollte Mitglied und zugelassener Untersucher des Collegium Cardiologicums (CC e.V.).“ oder ein vergleichbar qualifizierter Fachtierarzt sein.
    Grundlage der Untersuchung ist ein bundesweit einheitlicher Untersuchungsgang zur Erfassung der Messwerte und krankhaften Veränderungen, welcher eine standardisierte Untersuchung mit vergleichbaren Ergebnissen gewährleistet."

Wir als Laien haben einfach nicht die nötige Fachkenntnis, um zu entscheiden, welcher Fachtierarzt eine "vergleichbare Qualifikation" hat. Vielleicht ist es den Verantwortlichen des VDH nach über 12 Jahren Praxis möglich, allerdings bleibt da auch noch zu beachten, die Herzen der dort untersuchten Hunderassen wie Irish Wolfshound, Neufundländer, Mittelschnauzer, Dobermann, Boxer, PON, Cavalier-King-Charles-Spaniel, Golden Retriever, Hovawart, sind - bis auf den Spaniel - deutlich (!!) größer als unsere Katzen, haben ergo auch erheblich größere und somit leichter zu untersuchende Herzen.
clearpixel
Um die am Gesundheitsprogramm teilnehmenden Züchter nicht nur auf Mitglieder des Collegium Cardiologicums zu beschränken, welches ja auch nur Mitglieder in Deutschland, den Niederlanden und Österreich hat, erkennt die IG Herzgesunde Katze zusätzlich auch Schallergebnisse aller von der Organisation pawpeds.com approbierten Tierärzte an sowie von allen Tierärzten mit dem Titel EVCIM-CA (Cardiology) und AVCIM (Cardiology).
clearpixel
Auch wenn ein Arzt in Tier- und zoologischen Gärten weltweit Raubkatzen wie Löwen und Tiger behandelt - er mag bei diesen GROSSKatzen Experte sein, doch was sagt dies über seine Kenntnisse der kardiologischen Zuchtuntersuchung von Hauskatzen aller Rassen aus, die ja nur einen Bruchteil so groß sind?
Fakt ist, wir sind Laien und können dies nicht abschließend beurteilen, sondern müssen uns auf das Wissen von Experten wie dem Prüfungsausschuss des CC und Prof. Häggström für pawpeds verlassen.
Des weiteren ist zu beachten, dass die Expertise eines zertifizierten Kardiologen vor Gericht eine ganz andere Aussagekraft hat, als die eines nicht dafür geschulten Kardiologen oder gar Allgemein-Veterinärs.
Überdies ist zu beachten, dass der Schall an sich nur die eine Hälfte eines Zuchtprogramms sein kann. Die andere, ebenso wesentliche Hälfte ist die Veröffentlichung des Schallergebnisses. Momentan werden von pawpeds nur ca. 2/3 der insgesamt von zertifizierten Kardiologen erstellten Gutachten veröffentlicht, dadurch, dass wir als IG bereit sind, sämtliche sowohl beim CC als auch pp zert. Kardiologen anzuerkennen, steht den Züchtern ein erheblich größerer Pool zur Verfügung.
clearpixel
Dies sind die Gründe, weshalb wir nur Schallergebnisse von einem zertifizierten Kardiologen anerkennen können.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Zertifizierung des Kardiologen

Die Mitglieder der IG Herzgesunde Katze sind sich darüber einig, dass von der IG nur Schallbefunde von zertifizierten Kardiologen, welche entweder die unfangreiche Ausbildung und Prüfungen zum EVCIM-CA (Cardiology) bzw. AVCIM (Cardiology), die Prüfungen des Collegium Cardiologicum bestanden haben oder deren fachliche Qualifikation und adäquate technische Ausrüstung entweder vom OIHF (Osservatorio Italiano HCM Felina) oder von Prof. Häggström im Auftrag von Pawpeds überprüft wurde, anerkannt und veröffentlicht werden.
clearpixel
Es steht jedem einzelnen Züchter frei, zu entscheiden ob er seine Tiere schallen lässt oder nicht oder ob er für den Schallbefund zu einem zertifizierten Kardiologen geht oder zu einem nicht zertifizierten Kardiologen oder zu einem Veterinär ohne fachtierärztliche Ausbildung.
clearpixel
Die Mitglieder der IG haben sich jedoch entschieden, nur Schallbefunde zertifizerter Kardiologen anzuerkennen und jeder, der Mitglied in der IG werden möchte, hat diese Entscheidung zu akzeptieren.
Hauptgrund für diese Entscheidung ist, dass die Ausbildung der zertifizierten Kardiologen überprüft wurde, dass sie teilweise eine sehr anspruchsvolle Ausbildung und Prüfung ablegen müssen und dass sie über entsprechend feine und technisch angepasste Geräte verfügen müssen.
Des weiteren verpflichten sich die zertifizierten Kardiologen, die Schalluntersuchungen nach einem standardisierten Schema vorzunehmen, womit eine grösstmögliche Vergleichbarkeit der Schallbilder gewährleistet ist.
Darüber hinaus halten sich die zertifizierten Kardiologen an eine gemeinschaftlich erarbeitete Einstufung, bis zu welchen Messergebnissen ein Befund noch als "normal" und ab welchen Maßen als "equivocal" bzw. "HCM" einzustufen ist.
clearpixel
Da die IG sich Regeln gibt, wie auf unterschiedliche Schallbefunde reagiert werden muss, ist es unabdingbar, dass die gleichen Einstufungen von allen Ärzten vorgenommen werden, unabhängig vom einzelnen Untersucher.
Wenn ein "HCM mild" dazu führt, dass eine Katze nicht zur Zucht eingesetzt werden darf und es darüber hinaus noch Einschränkungen in der Zucht mit ihren engen Verwandten gibt, muss sichergestellt werden, dass die gleichen Messwerte bei gleich großen, gleich schweren, gleich alten Katzen auch von unterschiedlichen Ärzten gleich eingeordnet werden.
Denn wenn ein anderer Arzt in Unkenntnis der Grenzwerte eine Katze mit gleichen Messwerten als "equivocal" oder gar "normal" testiert, ist keine Vergleichbarkeit und damit keine Gerechtigkeit gegeben.
Die Grundlagen für solch eine Gleichbehandlung sieht die IG nur gegeben, wenn sich die Kardiologen einheitlichen Regeln unterwerfen, ebenso wie wir als Züchter uns den Regeln der IG unterwerfen.
Dass man dennoch auch bei zertifizierten Kardiologen immer damit rechnen muss, dass auch sie Fehler machen, ist allen Mitgliedern der IG bewusst, handelt es sich doch bei den Kardiologen unseres Vertrauen zwar um hochqualifizierte Spezialisten, aber dennoch um Menschen, die auf menschliche Weise Fehler machen.
In der Tendenz jedoch ist mit einer erheblich größeren Befundgenauigkeit zu rechnen, wenn sich alle Beteiligten an das gleiche, standardisierte Verfahren halten.
clearpixel
Jeder, der Mitglied der IG werden möchte, muss deshalb bereit sein, seine Tiere zukünftig von einem solcherart qualifizerten Veterinär untersuchen zu lassen.
clearpixel
Sicherlich gibt es zahlreiche fachlich hoch kompetente Kardiologen und Veterinäre, die derzeit weder ECVIM-CA (cardiology) diplomates bzw. ACVIM (cardiology) diplomates sind, noch dem Collegium Cardiologicum angehören und weder auf den Untersucherlisten vom OIHF oder Pawpeds geführt sind.
Die Zertifizierung ist darum auch weniger als Qualifikationsmerkmal einzelner Veterinäre oder Gruppen von Veterinären zu verstehen, sondern vielmehr als deren Bereitschaft, sich zusätzlich zu ihrer von unabhängiger Stelle überprüften Qualifikation auch an einheitliche Messverfahren und Einstufungs-Standards zu halten sowie mit Kollegen offen zusammenzuarbeiten.
clearpixel
Die IG ist bestrebt, neue Teilnehmer für das Gesundheitsprogramm unter kompetenten (Fach)Tierärzten zu finden und hinsichtlich der Zertifizierung zu beraten. Gerne sind wir Interessenten bei der Beratung ihrer Kardiologen zu den unterschiedlichen Zertifizierungsverfahren behilflich.
Es ist der IG und ihren einzelnen Mitgliedern jedoch unmöglich, qua Ferndiagnose selbst zu entscheiden, welche Qualifikationen und welche Geräte ausreichend sind, um am standardisierten Untersuchungsverfahren teilzunehmen, ganz abgesehen davon, dass uns diese Informationen schlicht nicht vorliegen.
Denn, darüber hinaus sind wir, als interessierte Laien, hierzu fachlich nicht in der Lage.
Mit ECVIM-CA, ACVIM, Collegium Cardiologicum, OIHF und Prof. Jens Häggström im Auftrag von Pawpeds gibt es vier unabhängie Institutionen, die diese Prüfung fachlich und sachlich kompetent vornehmen können.
Wir müssen uns am Urteil dieser Fachleute orientieren und bitten darum, diese Entscheidung zu respektieren.
Die Gründer der IG Herzgesunde Katze
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Unterlagen für den HCM-Schall

Zum HCM-Schall müssen Sie folgendes mitbringen:

  • das bereits zu Hause ausgefüllte und unterschriebene HCM-Schall-Untersuchungsformular
  • eine Stammbaumkopie Ihrer Katze
  • einen Nachweis über die Chip-Nummer Ihrer Katze (z.B. auf Stammbaum, Impfpass, Heimtierausweis)
  • die bereits zu Hause ausgefüllte und unterschriebene Einverständniserklärung zur Veröffentlichung des Befunds

Falls Ihre Katze noch nicht gechipt ist, achten Sie darauf, dass der Kardiologe dies vor der Untersuchung nachholt.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

HCM-Schall-Untersuchungsformular

Die notwendigen Formulare erhalten Sie im Downloadbereich unserer Formular-Seite.
zurück zur FAQ-Seite

nach oben

Was bedeuten die Kürzel auf dem HCM-Formular?

IVSd : Dicke des interventrikulären Septum (Herzscheidewand) in der Diastole
IVSs :
Dicke des interventrikulären Septum (Herzscheidewand) in der Systole
LVIDd :
linksventrikuläres Lumen (Innendurchmesser der linken Herzkammer) in der Diastole
LVIDs :
linksventrikuläres Lumen (Innendurchmesser der linken Herzkammer) in der Systole
LVFWd :
LV Dicke der freien Wand in der Diastole
LVWDs :
LV Dicke der freien Wand in der Systole
SF :
Shortening fraction (Verkürzungsfraktion) des LV = (LVDD-LVDS) : LVDD
Ao :
Aortendurchmesser
LA :
Durchmesser des linken Atrium (Vorhof)
LA/Ao :
Quotient LA geteilt durch Ao (Verhältnis des Vorhofs zum Aortendurchmesser)
clearpixel
Weitere Fachbegriffe:
AI :
Aortenklappeninsuffizienz
MI :
Mitralklappeninsuffizienz
PI :
Pulmonalklappeninsuffizienz
TI : Trikuspidalklappeninsuffizienz (meist ein harmloser Befund der ca. 80% der Zuchtkatzen betrifft)
clearpixel
Kardiologische Abkürzungen
http://www.kard.at/downloads/Kardiologische%20Abk%FCrzungen.pdf
Grafische Darstellung der Herzanatomie
http://www.stethographics.com/ihs/german06/anatomy.htm

nach oben

Wichtiges zum HCM-Formular und zur Untersuchung

Beachten Sie bitte diese Punkte für ein aussagekräftiges und vergleichbares Schallergebnis:

  • Füllen Sie vorab das pawpeds-Formular online aus, drucken Sie es aus und nehmen Sie es mit zu Ihrem Veterinär, unabhängig davon,, ob er bei pawpeds gelistet ist oder nicht.
  • Falls Ihr Veterinär eine andere Herzauffälligkeit abgesehen von HCM (-mild, -moderate, -severe) oder RCM feststellt, bitten Sie ihn darum, diese Auffälligkeit im Feld "comments" zu beschreiben und seine Einschätzung zur Zuchttauglichkeit mittels “breedability yes” oder “breedability not” einzutragen.
  • Falls Ihre Katze noch nicht gechipt ist, achten Sie darauf, dass der Kardiologe dies vor der Untersuchung nachholt.
  • Lesen Sie das vom Kardiologen ausgefüllte Formular aufmerksam durch und stellen Sie bei Unklarheiten (z. B. auch bei unleserlicher Schrift) sofort Verständnisfragen.
    Notieren Sie sich die vom Kardiologen gegebenen Erläuterungen und lassen Sie sich Ihre Niederschrift von ihm abzeichnen.

nach oben

letzte Aktualisierung am 11. Juli 2013

clearpixel

Diese Seite und ihre Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien, Grafiken und Layout, sind urheberrechtlich geschützt (Copyright)
Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei der IG Herzgesunde Katze e. V.
Beachten Sie bitte unseren Hinweis zum Urheberrecht/Copyright
© 2012, 2013 IG Herzgesunde Katze e. V.
Webdesign © 2012, 2013 Sabine Hilderhof http://www.the-fine-arts-webdesign.de